gerhard.h

Island 2018 – Tag 19

Wenn im Urlaub um 3 Uhr Früh der Wecker läutet, muss es dafür einen echt guten Grund geben. Heute ist dieser Grund unsere Heimreise. Also raus aus den Federn und los gehts … muss ja sein.

Nachdem es in Island im Sommer auch um diese Zeit schon wieder (oder noch immer) hell ist, fühlt sich unser Weg zum Bussterminal fast wie ein morgendlicher Spaziergang an. Wären da nicht unsere prall gefüllten Koffer, die hinter uns hergezogen lautstark auf sich aufmerksam machen. Dieses mal verläuft sowohl der Check-In als auch der Flug absolut stressfrei und ohne Probleme.

In München angekommen heißt es erstmals den Parkschein-Automaten mit so vielen großen Scheinen füttern, bis endlich unser Parkticket wieder herauskommt, dann ab ins Auto und ohne Eile wieder nach Hause.

Es war ein wirklich besonderer Urlaub. Wir haben viel erlebt und ich komme mit einem besonderen Gefühl im Herzen nach Hause. Einem Gefühl der Ehrfurcht vor den Kräften der Natur, einem Gefühl der Dankbarkeit dies alles erleben zu dürfen und dem Vorsatz, die uns geschenkte Zeit nach Möglichkeit jeden Tag bewusst zu (er)leben.

Island 2018 – Tag 18

Heute haben wir uns mal so richtig ausgeschlafen und sind erst gegen Mittag aus dem Zimmer. Den Tag haben wir mit ein wenig Sightseeing und einem ausgiebigen Bummel durch das entzückende Stadtzentrum verbracht.

Jetzt ist wieder alles in den Koffern richtig verstaut und wir sind bereit morgen in aller Früh die Heimreise anzutreten.

Island 2018 – Tag 17

Hab ich schon erwähnt, dass wir auch manchmal den „kleinen Luxus“ schätzen können? Zumindest fühlt sich so eine Nacht im warmen und trockenen Zimmer sehr danach an, wenn man vorher zahlreiche Nächte bei sehr durchwachsenem Wetter im Zelt geschlafen hat. Jedenfalls haben wir nach dem Frühstück wieder alles in unseren Koffern verstaut und das Auto zurückgebracht. Eine schnelle Wäsche an der Tankstelle und kurz etwas gesaugt haben wir vorher auch noch, damit man unsere Abenteuer-Strecken nicht schon von weitem sehen konnte.

Nachdem wir unser Gepäck in ein kleines und günstiges Hotel in der Nähe des Zentrums gebracht hatten, sind wir dann gleich nochmal in die Stadt spaziert. Reykjavik ist für unsere Verhältnisse sehr überschaubar, und so haben wir uns auch relativ schnell ohne Karte zurecht gefunden. Aber eigentlich kein Wunder, schließlich ist meine liebste Viktoria ja auch schon zum sechsten mal in Island.

Zum Abendessen waren wir bei einer Freundin von Viktoria eingeladen. Es war ein sehr netter Abend und wir haben noch viel Wissenswertes über Island erfahren.

Island 2018 – Tag 16

Heute morgen haben wir uns schon frühzeitig bei gewohnt nassem Wetter aus dem Zelt geschält und uns darübergefreut im Zelt glücklicher weise nicht nass zu werden.

Nach dem Frühstück sind wir dann im selben Ort, nur ein paar Meter weiter zu einem „Horse Rental“ gefahren. Der wunderschöne Ausritt vor ein paar Tagen und der Zufall am Abend vorher die Besitzerin (eine vor Jahren ausgewanderte Hamburgerin) kennen gelernt zu haben, hat uns die Entscheidung dazu leicht gemacht. Gleich nach der Auswahl der Pferde ging es dann auch schon an den Strand und da sowohl über „Sand und Stein“ als auch ausgiebig durchs kalte Meerwasser, das sich dabei reichlich in meinen Schuhen gesammelt hat. Das dadurch entstandene nicht nur nasse, sondern auch kalte Gefühl an den Füßen wurde durch das besondere Erlebnis aber mehr als ausgeglichen. Die an den wunderschönen Ausritt anschließende warme Dusche hat trotzdem richtig gut getan und auch die Zehen wieder aufgewärmt.

Der restliche Tag war wiederum leider sehr nass. Darum haben wir uns dann für eine etwas direktere Rückfahrt nach Reykjavik entschieden und uns spontan ein Zimmer gebucht. Auch wenn wir glücklicher Weise beide gerne im Zelt schlafen, war uns heute so gar nicht danach das komplett nass eingepackte Zelt aufzubauen.

 

Island 2018 – Tag 15

Unsere Wanderung führte heute auf Berge, die uns gestern schon mit einer Vielzahl an Gesteinsfarben gelockt haben. Der Aufstieg über einen fast schon türkis grünen Berg, weiter auf einen fast schwarzen Berg, abwärts über rotbraune Hänge und zurück zum Lager durch ein Lavafeld in dem an manchen Stellen immer noch heißer Dampf aus dem Boden dringt. Auch die Isländischen Wettergötter waren uns wohl gesonnen, und so erreichten wir bei nur leichtem Tröpfeln wieder unser Auto.

Die zweite Tageshälfte war dann reichlich regnerisch, so das wir auf unserem Weg an die Westküste auch kaum Fotostops eingelegt haben. Umso mehr freue ich mich, dass wir jetzt bei wieder trockenem Wetter und Windstille an unserem Campingplatz an einer Essgruppe zu sitzen anstatt wie üblich im Auto oder im Zelt zu schreiben.

Island 2018 – Tag 14

Erst am Morgen hab ich bei strahlendem Sonnenschein wirklich realisiert, in welch faszinierender Umgebung wir diese Nacht verbracht haben. Der Campingplatz liegt in einem von grün bewachsenen Bergen umgebenen Kessel, gut geschützt vor Wind und mit Felsformationen umgeben, die von uns spontan „Drachenschlucht“ getauft wurde. Dieses versteckte Tal und die davor gelegene Hochebene gehört für uns zu den schönsten Stücken Land das Island zu bieten hat. Vielleicht hat auch die Sonne dazu beigetragen, kann auch sein. Jedenfalls haben wir uns versprochen hierher zurück zu kommen und werden uns dann sicherlich mehr Zeit nehmen um diese Gegend auch zu Fuß zu erkunden.

Nach ein paar weiteren Zwischenstopps an Wasserfällen die in der Sonne glänzten und bei denen wir auch durch den Wind richtig nass wurden, führte uns der Weg wieder ins Landesinnere. In ein besonderes Gebiet namens „Landmannalauger“, wo bei unserer Ankunft die Berge in allen Farben leuchteten. Für morgen haben wir uns hier eine Wanderung vorgenommen. Ich bin schon neugierig was uns die Natur hier alles bieten wird.

Island 2018 – Tag 13

Besonders erholsam war die Nacht im Auto nicht, was uns dazu brachte schon sehr früh in den Tag zu starten. Aber auch das hat sich wieder mal gut ergeben, und so haben wir den „Svartifoss“, einen aufgrund seiner einzigartigen geologischem Umgebung wirklich sehenswerten Wasserfall, vor den Massen an Menschen besucht der sich hier sonst tagsüber tummelt. Die weitere Wanderung auf einen traumhaften Aussichtspunkt über eine riesige Gletscherzunge war ebenfalls ein wunderschönes Erlebnis, da wir auch hier erst beim Weg zurück zum mittlerweile gut gefüllten Parkplatz einigen anderen Wanderern begegnet sind.

Während ich jetzt im trockenen Zelt sitze und der Regen auf unser Zelt prasselt, denke ich wieder einmal bei mir, dass es sich unmöglich in Worte fassen lässt, was wir hier in Island erfahren. Und auch die vielen entstandenen Bilder können nur einen Teil dessen wiedergeben was uns die Natur hier auf dieser kleinen Insel im Atlantischen Ozean zu zeigen hat.

Island 2018 – Tag 12

Der Tag war lang und reich an Kilometern, doch das Durchhalten hat sich mehr als gelohnt. Denn der abendliche Anblick von in einem See schwimmenden Eisbergen, in traumhaftes Gegenlicht getaucht und in allen Farben glänzend hat mich doch mal zur Digitalkamera greifen lassen.

Hier könnte ich wohl Tage verbringen und die sich immer wieder verändernde Kulisse aus vom größten Gletscher Europas abgebrochenen Eisschollen beobachten und fotografieren. Dazwischen immer wieder mal ein Seehund und auf den Eisbergen diverse Vogelarten. Es war so beeindruckend, dass wir erst nach Mitternacht von dort weg sind und aus der Not heraus eine Nacht im Auto geschlafen haben.

Island 2018 – Tag 11

Die Nacht verlief ruhiger als befürchtet und der leichte Regen am Vormittag war auch kein Problem beim Fahren. Dafür haben die zu durchquerenden Lavafelder umso eindrucksvoller in allen möglichen Schwarztönen geglänzt. Nach wetterbedingter ausgiebiger Mittagsrast und vielen weiteren Kilometern in den Osten haben wir uns heute zur Feier des Tages spontan in einem Guesthouse einquartiert. Manchmal wissen wir halt auch ein wenig Luxus durchaus zu schätzen 😉

Island 2018 – Tag 10

Nach ein paar nächtlichen Regentropfen haben wir den Tag sehr entspannt begonnen. So konnten wir dann auch unser Zelt weitgehend trocken einpacken. Nachdem wir unsere Vorräte im nahe gelegenen Supermarkt aufgefüllt und auch wieder einmal den Tank des Leihautos gefüllt hatten, wagten wir uns wieder ins Landesinnere. So saftig und grün die Landschaft in Island an vielen Stellen auch ist, so wild und lebensfeindlich kann sie nur ein paar Kilometer weiter sein. Gefühlt endlose Steinwüsten, gefolgt von ebenso großen Lavafeldern in denen ebenfalls absolut nichts wächst. Dafür präsentieren sich die Berge in den unterschiedlichsten Farben die Gestein so haben kann. Von tiefschwarz und grau über rot und violett bis hin zu gelb und grün sind hier in Island wohl alle Gesteinsfarben vertreten. Faszinierend an der Sache ist, dass manche Berge all diese Farben in sich vereinen.

Unser heutiger Campingplatz liegt genau in mitten solcher Lavafelder und Steinwüsten, umringt von diesen Bergen in den unterschiedlichsten Farben und auch der Gletscher scheint zum Greifen nah. Hier treffen sich Abenteurer aus den verschiedensten Ländern, unterwegs mit den unterschiedlichsten Allrad-Fahrzeugen. Vom kleinen Ducia Duster eines isländischen Car-Rental über den wohl zurecht legendären Landrover Defender bis hin zum Super-Offroad-Wohnmobil auf Basis eines Allrad-LKWs ist hier so einiges anzutreffen. Hoffentlich bleibt uns das Wetter einigermaßen gnädig, denn ansonsten könnte es mit den Straßenreifen unseres Mietwagens (ein Suzuki Vitara) doch unangenehm zu fahren werden.