Island 2018 – Tag 9

Gestern war es ja eher ein ruhiger Tag, mit viel Regen und ausgiebigen Ruhepausen im Auto. Umso mehr haben wir den heutigen Tag genutzt.

Morgens sind wir schon früh aufgewacht und haben uns nach einem schnellen Frühstück gleich auf die Socken gemacht um ein höchst aktives Geothermalgebiet zu besuchen. Die Schlammkrater blubbern vor sich hin, aus manchen Löchern dampft und faucht es und das bei einem Geruch als ob man mitten in des Teufels Küche stehen würde. Das ganze inmitten von schwarzen, roten und grünen Bergen, mit einzelnen Stellen die vom Schwefel gelb leuchten. Als nächstes stand eine Wanderung rund um einen Kratersee am Programm, der in fast schon unwirklichem blau erstahlte.

Was wir als nächstes erleben durften, wird wohl nur ganz wenigen Island-Besuchern zu Teil werden. Einen weitgehend geheimen und in keiner Karte verzeichneten Ort, den wir nur mithilfe einer kleinen von  Hand gezeichneten Karte (auch wenn es unglaublich kling, aber es entspricht der Wahrheit) unserer ersten Gastgeberin in Rijekavik gefunden haben. Es handelte sich dabei um eine natürliche Bademöglichkeit mit herrlich warmen (fast schon heißem) Wasser, die tief in einer Felsspalte verborgen liegt und nur mit einem Fußmarsch durch ein Lavafeld erreicht werden kann. Das Wasser war kristallklar und wir trauten uns auch nur leise miteinander zu sprechen. Ich denke, man kann wahrscheinlich nirgendwo auf der Welt in so besondere Weise seinen Körper in warmen Wasser Erholung schenken.

Ausgiebig gebadet führte uns der Weg rund um einen Vulkan der von Einheimischen auch als „Diva der Vulkane“ bezeichnet wird. Auch diese Wanderung bot uns atemberaubende Ausblicke und viel mehr als man mit einem Foto festhalten kann.

Nach einer kurzen Rast erfüllten wir uns einen Traum, den ich mir schon als Kind lebhaft vorgestellt hatte. Wir fuhren zu einem „Horse Rental“ bei dem wir bereits am Vorabend gebucht hatten, stiegen auf die schon fertig gesattelten Island-Pferde und ritten mit unserem Guide (dem Besitzer des Reithofes) drei Stunden durch über grüne Hügel, durch Lavafelder und gefühlt endlose Schotterwege. Es ist schon beeindruckend wie diese Pferde trittsicher und ausdauernd über engste Pfade und Stock und Stein laufen. Kein Wunder, dass das Island-Pferd hier oben so hohen Stellenwert besitzt, war es doch bis vor einigen Jahrzehnten die einzige Möglichkeit sich in diesem rauen Land fortzubewegen. Ich denke ich könnte hier stundenlang von diesem Erlebnis schwärmen, doch wer es wirklich wissen möchte wie es sich anfühlt im Tölt durch die Landschaft zu schweben, der wird es wohl selbst einmal ausprobieren müssen.